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Sicher nicht einmal die beiden mysteriösen Herrschaften selbst hätten wohl jemals geahnt, dass ihr Aufenthalt hier mehr als dreißig Jahre dauern würde, als sie am 7. Februar 1807 in Hildburghausen ankamen. An jenem Abend nämlich kam ein elegant gekleidetes Paar im Hotel "Englischer Hof" Quartier und fiel fortan durch sein merkwürdiges Einsiedlerleben auf. Dieses sehr auffallend zurückgezogene Leben verstärkte sich noch nach dem Umzug ins Schloss des benachbarten Dorfes Einhausen. Vor allem die stets verschleierte Dame bekam niemand zu Gesicht. In der Einsamkeit des Schlosses von Einhausen starb sie am 25. November 1837 und wurde - ihrem Willen entsprechend - auf dem Hildburghäuser Stadtberg begraben. Zahlreiche Forscher und Schriftsteller haben sich seitdem des brisanten Themas angenommen. Die meisten gehen davon aus, dass es sich bei der so genannten Dunkelgräfin um die "Madame Royale", die Tochter des während der französischen Revolution hingerichteten Königs Ludwig XVI. und seiner Frau Marie Antoinette, handeln soll. Ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt von Stadt Hildburghausen und dem Mitteldeutschen Rundfunk soll nun das Rätsel, unter anderem mit Hilfe eines DNA-Vergleichs, lösen. Spannend bleibt die Geschichte aber allemal ... (www.thueringen.info)